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Dies & Das

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Geschrieben von Schädeli, Daniel, Allschwil   
Wednesday, 23 January 2008

Hausärzte-Mangel

Problemlösungs-Strategien ?

Studierende erhalten Hausarzt als Mentor

Bern (sda) Die Universität Bern begegnet dem Hausärzte-Mangel mit einem schweizweit neuen Ausbildungsmodell: Die angehenden Mediziner absolvieren neu von Beginn weg und während der vier ersten Studienjahren obligatorische Praktika bei einem Hausarzt. Alle 150 neuen Berner Studierenden in Humanmedizin haben zum Studienbeginn einen Hausarzt zugeteilt erhalte, wie es an einer Medienkonferenz der Medizinischen Fakultät der Universität Bern hiess. Der betreffende Hausarzt oder die Hausärztin soll jeweils einen Studierenden bis ins vierte Studienjahr als Mentor begleiten.

Von Beginn des Studiums an absolvieren die angehenden Mediziner pro Studienjahr jeweils acht halbtägige Praktika in der Praxis dieses Hausarztes - im vierten Studienjahr ist in der gleichen Praxis ein dreiwöchiges Praktikum vorgesehen, auch dieses ist obligatorisch. Studierende, die sich Richtung Hausarzt weiterentwickeln möchten, können im fünften und letzten Studienjahr ein fakultatives Wahljahrpraktikum von 1 bis 3 Monaten Dauer absolvieren. Dieses Ausbildungskonzept sei "beispielhaft für die Schweiz", betonten die Verantwortlichen. Bisher gebe es an keiner medizinischen Fakultät kontinuierliche obligatorische Praktika über die ganze Studienzeit, sagte Mireille Schaufelberger, die Leiterin Lehre der Fakultären Instanz für Hausarzt an der Universität Bern.

Die Praktika sollen dazu beitragen, die Hausarztmedizin für die Studierenden wieder attraktiver zu machen und die medizinische Grundversorgung zu sichern. Zwar hätten von den rund 150 Berner Studienanfängern heuer erfreuliche 22 Prozent den Hausarztberuf als Studienziel angegeben, sagte Andreas Rothenbühler, der Vorsitzende der Fakultären Instanz für Hausarztmedizin. Gesamtschweizerisch würden aber jährlich nur zwischen 90 und 120 Hausärzte neu diplomiert, dies entspreche nur zwei Dritteln der Nachfrage. Gedeckt werde diese Lücke primär durch deutsche Ärzte.


Die Studierenden sollen nicht nur einen realistischen Einblick in den Hausarztberuf erhalten, sondern auch frühzeitig mit Patientinnen und Patienten in Kontakt treten. Bisher war dies erst im 3. Studienjahr im Rahmen von Klinikpraktika möglich. Mit den Hausarztpraktika sollen zudem auch jene Studierenden für die Tätigkeit der Hausärzte sensibilisiert werden, die sich später zu Spezialärzten weiterbilden lassen.


Als Mentoren konnten bisher 550 Hausärzte aus acht Kantonen gewonnen werden, benötigt werden rund 700. Vorerst werden die Praktika deshalb im zweiten Studienjahr nicht durchgeführt. Die Ärzte werden von der Universität entschädigt, die jährlichen Kosten werden mit 1,5 Mio. Franken beziffert. Die Ausbildung entspreche einer zentralen Forderung der rund 10 000 Hausärztinnen und Hausärzte, die im Frühling 2006 in Bern für eine Stärkung der Hausarztmedizin auf die Strasse gegangen waren, sagte Marcus Grossenbacher, Präsident des Vereins Bernischer Hausärztinnen und Hausärzte. Das Problem der tiefen Löhne im Vergleich mit Spezialisten sei damit allerdings nicht gelöst. Hier würden die Hausärzte auch künftig Druck machen.



(Quelle: sda)
Letzte Aktualisierung ( Friday, 17 October 2008 )
 
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